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Einflüsse auf das Messergebnis bei Alkoholmessungen

Einflüsse auf das Messergebnis bei Atemalkoholmessungen

Tabakrauch

Tabakrauch in der Atemluft schädigt, bzw. zerstört das Messsystem. Stellen Sie daher unbedingt sicher, dass die Testperson unmittelbar vor der Messung nicht geraucht hat. Ansonsten warten Sie bitte fünf Minuten bis zur Messung.

Restalkohol/Mundalkohol

Restalkohol im Mund und auf den Schleimhäuten verfälscht die Messung in hohem Maße. Um sicher zu gehen, dass der tatsächliche Blutalkohol, und nicht der Mundalkohol gemessen wird, warten Sie bitte mindestens 20 Minuten bis zur Alkoholmessung.
Tests zeigten, dass z. B. nach dem unmittelbaren Konsum einer Weinbrandbohne ein Alkoholwert von 3,50 ‰ gemessen werden kann. Nach einer Wartezeit von bereits fünf Minuten lag das Ergebnis der Testpersonen wieder bei 0,00 ‰.
Trinken von alkoholfreien Getränken oder eine Mundspülung mit Wasser ersetzen die Wartezeit nicht!

Alkoholhaltige Mundsprays, medizinische Säfte und Tropfen

Alkoholhaltige Mundsprays, Mundspüllösungen, Erkältungskapseln (z. B. GeloMyrtol-Kapseln) oder medizinische Säfte (z. B. WICK MediNait) mit Alkohol als Lösungsmittel können ebenfalls zu einem falsch positiven Ergebnis bei der Messung führen. Ursache ist der im Mund und auf den Schleimhäuten verbliebene Alkohol.

Erbrechen und Aufstoßen

Die beim Erbrechen hochgewürgte Magensäure kann, genau wie der aufgestoßene Dunst des Mageninhaltes, zu einem falsch positiven Messergebnis führen.

Hyperventilation

Durch die Abkühlung der Atemluft beim Hyperventilieren kann das Messergebnis kurzzeitig verändert werden. Stellen Sie daher sicher, dass die Testperson unmittelbar vor der Messung normal und ruhig atmet.

Lebens- und Genussmittel

Manche Fruchtsäfte, Fruchtjoghurt, Toastbrot, Menthol-Bonbons, Menthol-Kaugummis können ebenfalls Ursache für eine falsch positive Messung mit geringen Werten sein.

Diabetes

Bei einer ausgeprägten diabetischen Ketoazidose wird Azeton über Harn und Lunge ausgeschieden und sorgt bei einer Alkoholmessung für ein falsch positives Ergebnis.

Statur und Geschlecht

Männer bauen Alkohol schneller ab als Frauen. In jedem Fall spielt aber auch die Statur (groß, klein, kräftig oder schlank) und die letzte Mahlzeit der Testperson eine Rolle. Wurde fetthaltig gegessen, verzögert das Fett im Magen die Aufnahme des Alkohols in den Blutkreislauf.

Umgebung und Reinigung

Alkohol in der Raumluft, z. B. durch Desinfektionsmittel, Händedesinfizieren vor der Messung, sowie der Umgebungsdruck und die Temperatur spielen bei der Messung ebenfalls eine Rolle und können für ein falsch positives Ergebnis sorgen. Reinigen Sie daher auch die Geräte in keinem Fall mit alkoholhaltigen Reinigungsmitteln. Der darin enthaltene Alkohol kann in die innenliegenden Bauteile gelangen und noch lange Zeit nach der Reinigung das Messergebnis verfälschen oder die Bauteile (Sensor) schädigen.

Mundstücke

Mundstücke sind Einmalartikel. Während der Messung kondensiert die Feuchtigkeit der Atemluft in dem Mundstück. Bei jeder weiteren Messung wird diese in das Gerät gepustet und schädigt den Sensor.

Tragen die Testpersonen das ausgepackte Mundstück bei sich in der Tasche, gelangen bei der nächsten Messung Fusseln und Schmutz in das Gerät und verstopfen dieses. Mit der Zeit kann sich so die Mundstückaufnahme komplett zusetzen, wodurch das Gerät ebenfalls beschädigt wird oder falsch misst. Alkohol in der Atemluft kann sich in diesen Fusseln verfangen und bei der nächsten Messung einer weiteren Testperson ein falsch positives Ergebnis hervorrufen.

Werden die Mundstücke mehrmals verwendet und dafür heiß gereinigt oder gespült, wird die Rückatemsperre zerstört. Dadurch kann es passieren, dass Atemluft vom Vorgänger auf den nächsten Patienten übertragen wird. Das kann zu Fehlmessungen führen oder auch Krankheitskeime (z. B. Tuberkulose, COVID-19) übertragen.

Um das Atmen durch das Gerät zu verhindern, und die Ansteckungsgefahr möglicher Erreger so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir die Verwendung von Mundstücken mit Rückatemsperren. Diese verhindern durch eine Membran, dass die Testperson Luft durch das Mundstück einziehen kann. Die Atemluft kann dabei nur in eine Richtung in das Gerät geblasen werden.

Einfallsreichtum der Testperson

Manche Testpersonen sind sehr einfallsreich, Fehler bei der Messung herbeizuführen, um nicht getestet werden zu müssen. Dazu zählen z. B. das Präparieren des Mundstücks oder das Zuhalten der Ausblasöffnung (Einblasfehler).

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